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By Markus Roth, Andrea Löw

So wie Auschwitz für den Massenmord an den europäischen Juden insgesamt steht, so ist Warschau sicherlich das Getto des Holocaust.
Hier waren insgesamt knapp 500.000 Menschen eingepfercht, mehr als in jedem anderen Getto im deutsch besetzten Europa. Und hier leisteten die verfolgten Juden Widerstand gegen ihre deutschen Peiniger. Mehrere Wochen brauchte die SS, um den Aufstand der jüdischen Widerstandsorganisation im Frühjahr 1943 nieder zu schlagen.
Eindringlich schildern Andrea Löw und Markus Roth die Geschichte des Gettos und seiner Menschen. Sie hungerten und wurden krank, sie litten und sie hatten Angst. Aber diese Menschen reagierten auf vielfältige artwork und Weise auf Verfolgung und Erniedrigung. Viele von ihnen kämpften ohne Waffen ebenfalls einen heroischen Kampf, sie kämpften gegen starvation und Krankheiten, für die Bildung ihrer Kinder, für ihr kulturelles Leben und um ihre körperliche und geistige Selbstbehauptung. Ihre Bemühungen, sich ein Leben zu organisieren, in dem es Kultur und Musik, Hilfe für andere, Liebe und Freundschaft gab, stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Dabei kommen die Verfolgten selbst durch Tagebücher und Erinnerungen ausführlich zu Wort. Erstmals erhalten die deutschen Leser so ein lebendiges Bild vom Alltag der Menschen im Getto.

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Durchschnittlich etwa 400 Menschen meldeten sich täglich im Oktober, im Monat darauf waren es 1000 und im Dezember bereits fast 1600. In den folgenden Monaten stieg die Zahl der Arbeitskräfte auf über 7000 an. Die Bezahlung überstieg angesichts solcher Dimensionen die Möglichkeiten des Judenrats. Schon am 2. [38] Der Judenrat geriet in Verzug und es kam immer wieder zu Streiks und Demonstrationen, bis schließlich im August 1940 das System der Entlohnung geändert wurde. Nun sollten die jüdischen Arbeiter ihren Lohn direkt von den Arbeitgebern erhalten, 80 Prozent der Bezahlung für Polen, doch diese Regelung wurde oft nicht eingehalten.

2] Das Bild des jüdischen Viertels und des jüdischen Lebens, wie es sich Döblin in den zwanziger Jahren bot, war lange Zeit keine Selbstverständlichkeit. Zwar siedelten Juden seit dem 13. 000 Personen, die damit mehr als 37 Prozent der Stadtbevölkerung stellten. Über Jahrhunderte hinweg war der Status der Juden in Warschau äußerst unsicher, ihre Ansiedlung teilweise illegal gewesen. Immer wieder kam es zu antijüdischen Manifestationen und Pogromen; Berufsverbote und Handelsbeschränkungen bremsten ihre Entfaltungsmöglichkeiten.

Oktober fuhren deutsche Gestapobeamte bei der Gemeinde vor und ließen das Gebäude räumen. Den eilig herbeigerufenen Czerniaków verhafteten sie und brachten ihn, nachdem sie noch die Gemeindekasse geplündert hatten, in ihr Hauptquartier in der Szucha-Allee. Dort erteilten sie ihm den Befehl, innerhalb kürzester Zeit 24 Mitglieder für den Judenrat zu benennen, an dessen Spitze er fortan stehen sollte. Nach einigen Schwierigkeiten gelang es ihm, genügend Personen zu überzeugen, sich am 10. Oktober wählen zu lassen.

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