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By Carl-Friedrich Geyer

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Societies: Evolutionary and Comparative Perspectives

This can be the 1st of a two-volume examine of
societies that pursues and expands upon
comparative difficulties and techniques pioneered
by Max Weber so that it will practice and
further enhance the final thought of action.
This thought is explicitly formulated in
congruence with the main tenets of modern
evolutionary biology, starting with the notion
that basic styles of tradition serve as
structural anchors of motion platforms in the
same means that genetic styles anchor species.
In Parsons' view, genetic structures and cultural
systems impose the main cybernetic
limits during which human organisms can
develop structurally self sustaining personality
systems and social structures. All of those analytically
independent platforms are visible to interpenetrate
and articulate at the same time in
a hierarchy of regulate and a hierarchy of
conditioning elements, in order that the relatively
"high details" structures exert organizing
control over these reduce details "high
energy" structures that set useful yet not
sufficient stipulations underlying motion.

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Sie wiederum ist Vernunftbesitz, Besinnung auf das Normalbewußtsein und kritische Beurteilung auf dem Hintergrund allgemeingültiger Weltbestimmungen. 132 Windelband gibt der Philosophie damit ein Selbstverständnis, das – über Kant hinausgehend – zwischen dem Diktum Hegels von der Philosophie als ihrer »Zeit in Gedanken erfaßt« und der Auffassung von Einführung in die Philosophie der Kultur 51 der Kulturphilosophie als Zeitdiagnostik schwankt. Fraglich bleibt freilich der Wissenschaftsanspruch, auf dem Windelband beharrt und der normative Ansprüche in das Mit- und Nebeneinander der Kulturen hineinträgt.

95 Das dritte Glied in dem skizzierten Relationsgefüge ist die Kulturkritik, die Prinzipienlehre und Gegenwartsanalyse aufeinander bezieht. Sie potenziert auch beider Schwächen. Stärker noch als die angewandte Kulturphilosophie ist die Kul- Einführung in die Philosophie der Kultur 41 turkritik geneigt, Vorläufiges und sehr Subjektives zu verallgemeinern und so noch einmal die Abstraktheit der ausschließlich an systematischen Gesichtspunkten orientierten Kulturphilosophie zu wiederholen. Das Ergebnis ist eine Beliebigkeit in den Aussagen und Urteilen, deren Thesen und Postulate häufig nicht zufällig negativ konnotiert sind; ihre Leitthemen: Die moralische Entwicklung des Menschen hat mit seiner intellektuellen nicht Schritt gehalten [S.

Es herrscht Diskontinuität. Für die neue Wissensform selbst gilt, daß sich die Aufgabe des Wissens/der Wissenschaften, Ordnungsstrukturen zu etablieren und zu begründen, nicht mehr an ein bestimmtes Subjekt binden läßt. 118 Die Wissenschaften spiegeln in autonomer Verfaßtheit die Bedrohung der Subjektivität in einer uniform und totalitär gewordenen Welt wider, wobei es der jeweiligen Lesart bzw. Interpretation überlassen bleibt, diese Spiegelung als bloßen Reflex [»Reflexion«] oder als Sanktionierung des Faktischen zu buchstabieren.

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