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By Werner Stegmaier

„Luhmann meets Nietzsche“ – Luhmann hat in seinem Werk jeden Anschein vermieden, mit Nietzsche zu tun zu haben. Das hatte Folgen: Bis heute scheut Nietzsche, wer Luhmann kennt, und auch wer Nietzsche kennt, scheut Luhmann. Ihre Orientierungen scheinen füreinander abwegig zu sein: Philosophie hier, Soziologie dort, hier aphoristischer und bilderreicher Stil, dort hoch komplexe, konsequent gepflegte Theorie und zwischen beiden ein Jahrhundert, das die Welt von Grund auf verändert hat. Doch Luhmann könnte für das 21. Jahrhundert entfaltet haben, was once Nietzsche im 19. Jahrhundert gedacht hat. Seine soziologische Systemtheorie bewegt sich in philosophischen Dimensionen, und Nietzsche hatte bereits soziologische Perspektiven auf die Gesellschaft entwickelt, die Soziologen vom Fach bald dankbar aufgenommen haben. Nietzsche und Luhmann zusammen lassen mit ihren radikal neuen Ansätzen die meisten Philosophien und Soziologien des 20. Jahrhunderts buchstäblich alt aussehen. Sie könnten Wegbereiter einer Philosophie für das 21. Jahrhundert sein, für eine gelassene Orientierung im verstörenden Nihilismus. Wenn guy sie einander begegnen lässt.

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Societies: Evolutionary and Comparative Perspectives

This can be the 1st of a two-volume research of
societies that pursues and expands upon
comparative difficulties and strategies pioneered
by Max Weber with the intention to practice and
further enhance the final conception of action.
This conception is explicitly formulated in
congruence with the key tenets of modern
evolutionary biology, starting with the notion
that normal styles of tradition serve as
structural anchors of motion structures in the
same method that genetic styles anchor species.
In Parsons' view, genetic structures and cultural
systems impose the key cybernetic
limits during which human organisms can
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independent platforms are obvious to interpenetrate
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a hierarchy of regulate and a hierarchy of
conditioning elements, in order that the relatively
"high info" platforms exert organizing
control over these reduce details "high
energy" platforms that set important yet not
sufficient stipulations underlying motion.

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So konnte er die Unterscheidung auf sich selbst beziehen, also mit Selbstbezüglichkeit oder Selbstreferenz arbeiten, die in der Moderne zur leitenden Denkfigur geworden war. So entstand, nach der Methode der ‚bestimmten Negation‘, die ‚Logik‘ des selbstbezüglichen oder selbstreferentiellen ‚Systems‘:Wird die Unterscheidung von Sein und Nichts, die nun zur bloßen Unterscheidung der Negation wird, immer neu auf sich selbst bezogen, ergeben sich immer differenziertere Unterscheidungen, die sich zum System schließen, auf seinen Anfang zurückführen und so den zunächst scheinbar willkürlichen Anfang bei Sein und Nichts als ‚notwendig‘ erweisen.

6 Paradoxien als Denkmittel Die Zeit war seit den frühgriechischen Philosophen die Quelle aller Paradoxien: Dachte man das Sein und das Denken als zeitlos, schloss also die Zeit aus ihnen aus, konnte man das Sein der Zeit selbst nicht denken – und dennoch nicht leugnen, dass es die Zeit ist, in der sich das Denken vollzieht, in der es immer wieder beginnt und endet. Bestimmt man die Zeit als das bloße Jetzt und dies als Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft, so ist das Jetzt nach Aristoteles immer dasselbe und zugleich immer ein anderes und damit wieder paradox.

Dieses Problem lösten Nietzsche und Luhmann auf signifikant unterschiedliche Weise. Während der junge Nietzsche noch von einem paradoxen Ideal der ‚Verständigung ohne Verständigung‘ in der Freundschaft ausging und dann schmerzlich einsehen musste, dass die Verständigung ein ‚Spielraum und Tummelplatz des Missverständnisses‘, im Verstehen Missverstehen unvermeidlich ist, setzte Luhmann mit dem Theorem der ‚doppelten Kontingenz der Kommunikation‘ gleich hier an. Verständigung ist dann als Kette wechselseitiger Selektionen zu begreifen, die sich in Kommunikationssystemen strukturieren und darin evoluieren.

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